Benefizkonzert - Lehrer der Musikschule „Kurt Weill“ musizieren

| Dessau-Roßlau

Es musizieren:

  • Lea Tullenaar (Saxophon)
  • Annemarie Klein (Klavier)
  • Sebastian Socha (Trompete)
  • David Werner (Oboe)

Es erklingen Werke von:

  • Camille Saint-Saëns
  • Wolfram Heicking
  • Frédéric Chopin
  • Darius Milhaud
  • u.a.

Eintrittspreis: 7,50 €
ermäßigt: 5,00 €
Karten: an der Veranstaltungskasse

Eine Vorbestellung im Sekretariat der Musikschule „Kurt Weill“ unter

Telefon: +49 340 214542 oder
per E-Mail: foerderkreis-musikschule@gmx.de

ist möglich.


Pressemitteilung

Benefizkonzert - Lehrer der Musikschule „Kurt Weill“ musizieren

Am Montag, dem 12. Oktober 2015, um 19.00 Uhr lädt der Förderkreis der Musikschule „Kurt Weill“ e.V. wieder zu einem besonderen Konzert in den Konzertsaal der Musikschule in der Medicusstraße 10 ein.

Vier junge Musiker, die an der Musikschule „Kurt Weill“ unterrichten, stellen in dem von ihnen initiierten Konzert sich und ihre Instrumente vor.

Die in Hamburg geborene deutsch-niederländische Saxophonistin Lea Tullenaar, die gerade ihr Konzertexamen an der Universität der Künste Berlin ablegte, unterrichtet bereits seit einem Jahr in Dessau-Roßlau und leitet auch die Bigband der Musikschule. Die Pianistin Annemarie Klein begann ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule Dessau, studierte von 2008 bis 2013 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Klavier und Cembalo und unterrichtet seit 2011 nun selbst in Dessau-Roßlau. Der Trompeter Sebastian Socha aus Stendal absolvierte sein Studium an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und gibt in Stendal, Salzwedel und Dessau-Roßlau Trompetenunterricht. Der Vierte im Bunde, der Schweriner Oboist David Werner, studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, war Solooboist des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz und ist seit 2013 Solooboist am Anhaltischen Theater Dessau und Dozent an der Musikschule „Kurt Weill“. Alle vier Künstler konzertieren daneben regelmäßig.

Am 12. Oktober präsentieren sie die Klangvielfalt ihrer Instrumente in verschiedenen Kombinationen unter anderem mit Werken von Camille Saint-Saëns, Wolfram Heicking, Frédéric Chopin und Darius Milhaud.

Mit ihrem Konzert unterstützen die Musiker die Musikschule „Kurt Weill“, denn die Einnahmen werden in vollem Umfang für die Anschaffung einer für den Instrumentalunterricht benötigten Piccolotrompete verwendet.

Foto:
Die vier Solisten des Konzertes von links nach rechts: David Werner, Annemarie Klein, Lea Tullenaar und Sebastian Socha (Foto: Uwe Städter)


Artikel MZ

Seitenwechsel

MUSIK Vier Instrumentallehrer spielen am Montag beim Benefizkonzert des Fördervereins der Musikschule "Kurt Weill" für eine neue Piccolo-Trompete.

VON UTE KÖNIG

DESSAU/MZ - Wenn sie zu einem Konzert im Konzertsaal der Musikschule stehen, dann meist um mit ihren Schülern mitzufiebern. Am kommenden Montag, dem 12. Oktober, wendet sich das Blatt. Dann nehmen Annemarie Klein, Lea Tullenaar, Sebastian Socha und David Werner selbst die Instrumente in die Hand. Die Lehrer der Musikschule spielen beim Benefizkonzert, zu dem der Förderkreis der Musikschule "Kurt Weill" um 19 Uhr in die Medicusstraße 10 einlädt.

Wichtiger Punkt

Die Idee ein Lehrerkonzert zu geben, entstand spontan, in ungezwungener Runde. Dass es das nächste Benefizkonzert des Förderkreises der Musikschule wurde, lag dann recht nahe. Es ist das erste Konzert seit vielen Jahren, das von Lehrern der Musikschule gegeben wird. "Lehrerkonzerte sind aber eigentlich ein wichtiger Punkt für eine Musikschule", betont Sebastian Socha und erhält Zustimmung seiner Kollegen. Schon vorab hätten viele Schüler ihr Kommen angekündigt. "Sie finden es total spannend", sagt Lea Tullenaar. Und Sebastian Socha erzählt von seiner eigenen Erfahrung: "Ich fand es während meines Studiums auch immer sehr interessant, wenn meine Dozenten selber gespielt haben." Und wenn es dem Publikum gefällt, wird es wohl nicht das letzte Lehrerkonzert bleiben.

Die Idee in ein Konzert umzusetzen, das war aber nicht einfach. Die Musiker kennen sich zwar, haben teils auch schon gemeinsam auf der Bühne gestanden. Die Schwierigkeit war die ungewöhnliche Besetzung des Quartetts: Oboe, Klavier, Saxophon, Trompete. "Wir haben uns den Kopf darüber zerbrochen, was wir spielen könnten", erzählt Tullenaar. Doch die Profi-Musiker waren erfolgreich. "Wir haben Stücke für das Ensemble gefunden, spielen sie aber nicht in der Originalbesetzung", sagt Werner. Gemeinsam spielen sie "JazzTime" von Rainer Litsche sowie einen Tango von Ángel Villoldo.

Außerdem hat sich jeder der vier Lehrer ein Solostück ausgesucht. So spielt Sebastian Socha (Trompete) ein "Concertino á la Jazz" von Wolfram Heicking, Lea Tullenaar (Saxophon) Darius Milhauds "Scaramouche", Annemarie Klein (Klavier) die Ballade op. 47 von Frédéric Chopin und David Werner (Oboe) Lieder von Camille Saint-Saëns.

Aber nicht allein der Musik wegen lohnt sich das Benefizkonzert. Neben ihren eigentlichen Instrumenten werden die Lehrer auch weitere, vielleicht dem einen oder anderen eher unbekanntere Musikinstrumente vorspielen und vorstellen. David Werner beispielsweise spielt die Saint-Saëns-Lieder auf einer Oboe d'amore, die tiefer gestimmt ist und einen etwas weicheren Klang besitzt als die normale Oboe. "Sonst hört man sie nur im Weihnachtsoratorium von Bach", erklärt er. Die Besucher des Benefizkonzerts dürfen sich schon vor Weihnachten auf den besonderen Klang freuen. Und Sebastian Socha wird nicht nur Trompete, sondern auch ein Euphonium spielen, das optisch einer Tuba ähnelt. "Ich begleite meine Schüler auch im Unterricht oft damit, wenn es eine tiefere Begleitstimme braucht", so Socha.

Instrument für Fortgeschrittene

Und auch eine Piccolo-Trompete bringt der Trompetenlehrer mit. Um diese geht es schließlich beim Benefizkonzert. Mit den Einnahmen, die der Förderverein am Montag erzielt, soll eine Piccolo-Trompete für die Musikschule gekauft werden. "Es wäre gut, wenn wir bald eine hätten", sagt Socha. Die fortgeschritteneren Schüler könnten dann einmal auf dem kleineren und höher klingenden Instrument spielen. "Sich selbst eine zu kaufen, ist einfach zu teuer", so Socha.

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